Die Alpen sind ein Eldorado für Vogelbeobachter. Vom mächtigen Bartgeier mit fast drei Metern Spannweite bis zum unscheinbaren Mauerläufer, der wie ein Schmetterling über senkrechte Felswände huscht, wer Geduld, ein gutes Fernglas und etwas Wissen mitbringt, erlebt hier Arten, die anderswo längst verschwunden sind.

Trivago DE
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Arten im Bild
Die spektakulärsten Arten
Greifvögel & Geier
- Steinadler: Der König der Alpen mit bis zu 2,2 m Spannweite, kreist über Hängen und Graten.
- Bartgeier: Europas größter Greifvogel (über 2,80 m), seit den 1980ern wieder ausgewildert, v.a. im Klausbachtal.
- Gänsegeier: Im Sommer Gast aus dem Süden, oft in Gruppen an Kadavern.
- Uhu: Die größte Eule Europas, brütet an Felswänden, ruft in der Dämmerung.
Hochgebirgs-Spezialisten
- Mauerläufer: Der „Schmetterling der Felsen", karminrote Flügel, klettert an Steilwänden. Der heilige Gral vieler Birder.
- Alpenschneehuhn: Wechselt von braun auf schneeweiß, perfekt getarnt oberhalb der Baumgrenze.
- Alpendohle: Der freche schwarze Vogel mit gelbem Schnabel an Gipfeln und Bergstationen.
- Schneesperling: Hochalpiner Finkenvogel der Fels- und Firnregion.
- Alpenbraunelle: Unauffälliger Sänger der Geröllhänge.
- Zitronenzeisig: Gelb-grüner Finik der Bergwälder und Almen.
Wald, Wasser & Boden
- Tannenhäher: Der Häher der Nadelwälder, versteckt Arvensamen als Wintervorrat.
- Auer- und Birkhuhn: Scheue Raufußhühner der Bergwälder, balzen im Frühjahr.
- Wasseramsel: Taucht in eiskalten Gebirgsbächen nach Nahrung.
- Ringdrossel: Die „Bergamsel" mit weißem Brustband.
- Dreizehenspecht: Spezialist der totholzreichen Bergwälder.
Wo du sie siehst: die besten Reviere
- Nationalpark Berchtesgaden, Bartgeier im Klausbachtal, Steinadler, Steinhuhn.
- Hohe Tauern / Großglockner, Bartgeier, Steinadler, Alpendohle an der Straße.
- Gran Paradiso & Vanoise, Bartgeier, Steinadler, Alpenschneehuhn.
- Triglav-Nationalpark und der Schweizerische Nationalpark, streng geschützt, top für Greifvögel.
- Nationalpark Gesäuse, Steinadler kreisen über dem Ennstal.
So beobachtest du richtig
Beste Zeit: früher Morgen und Abend; Frühjahr (Balz) und Herbst.
Abstand halten: nie an Brutplätze heran, besonders im Winter kostet jede Störung lebenswichtige Energie.
Optik entscheidet: ein lichtstarkes Fernglas für die Hand, ein Spektiv für die großen Distanzen am Hang.
