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Gran Paradiso & Nationalpark

Einziger Viertausender ganz in Italien, 4.061 m

Adresse

Nationalpark Gran Paradiso, Aostatal / Piemont

GPS

45.5167, 7.2667

Adresse

Nationalpark Gran Paradiso, Aostatal / Piemont

GPS

45.5167, 7.2667

Der Gran Paradiso ist mit 4.061 m der einzige Viertausender, der vollständig auf italienischem Boden liegt. Das ihn umgebende Schutzgebiet wurde 1922 als erster Nationalpark Italiens gegründet, ursprünglich um den Alpensteinbock vor der Ausrottung zu bewahren. Heute zählt der Park zu den besten Orten der Alpen, um Steinböcke und Gämsen zu beobachten.

Highlights

  • Einziger Viertausender komplett in Italien
  • Ältester Nationalpark Italiens (seit 1922)
  • Rettungsgebiet und Hochburg des Alpensteinbocks
  • Als Hochtour über das Rifugio Vittorio Emanuele erreichbar

Gut zu wissen

Hoehe 4.061 m
Nationalpark erster Italiens, gegründet 1922
Tierwelt Steinbock, Gämse, Murmeltier, Bartgeier
Stuetzpunkt Rifugio Vittorio Emanuele II

Praxis

Anreise: Mit dem Auto ins Valsavarenche oder nach Cogne (Aostatal); Wanderparkplätze an den Talschlüssen.

Beste Zeit: Wandern und Tierbeobachtung Juni bis September; Hochtour Juli bis September.

Kosten: Naturzugang frei; Hütten und geführte Touren kostenpflichtig (Stand prüfen).

Sicherheit: Die Besteigung ist eine vergletscherte Hochtour mit Ausrüstung/Führung; Wandern im Tal ist einfach.

Tipps:

  • Cogne und das Valsavarenche sind erstklassige Reviere zur Steinbockbeobachtung
  • Fernglas mitnehmen, frühmorgens sind die Tiere aktiv

Hintergrund & Geschichte

Der Gran Paradiso ist mit gut 4061 Metern der einzige Viertausender, der vollständig auf italienischem Boden liegt, und gibt einem der ältesten Nationalparks Europas seinen Namen. Seine Geschichte ist eng mit dem Steinbock verbunden: Im 19. Jahrhundert war dieses stolze Wildtier in den Alpen beinahe ausgerottet, in ganz Europa hatten nur noch wenige Hundert Tiere in diesen Bergen überlebt. Das Haus Savoyen erklärte die Gipfel rund um den Gran Paradiso zu seinem königlichen Jagdrevier und stellte die letzten Steinböcke unter Schutz, womit die Art gerettet wurde. Aus diesem herrschaftlichen Jagdgrund erwuchs 1922 der Nationalpark, der bis heute eine der bedeutendsten Steinbockpopulationen der Alpen beherbergt.

Die Landschaft ist von hochalpiner Strenge geprägt: vergletscherte Gipfel, weite Geröllhalden und tief eingeschnittene Täler wie das Valnontey und das Valsavarenche, in denen sich neben Steinböcken auch Gämsen, Murmeltiere und der majestätische Bartgeier beobachten lassen, der nach langer Abwesenheit wieder in den Himmel über dem Park zurückgekehrt ist. Alte Königswege und Jagdpfade durchziehen das Gebiet und führen zu Schutzhütten, deren Namen wie Vittorio Emanuele und Vittorio Sella an die savoyische Vergangenheit erinnern. So ist der Gran Paradiso zugleich Naturparadies und lebendiges Denkmal eines frühen Naturschutzgedankens, der von hier aus in ganz Europa Schule machte.

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