Pragser Wildsee / Lago di Braies
Die Perle der Dolomitenseen
Der Pragser Wildsee gilt als der schönste der Dolomitenseen. Sein türkisgrünes Wasser, das hölzerne Bootshaus und die steil aufragende Seekofel-Wand machen ihn zu einem der meistfotografierten Orte der Alpen. Wegen des großen Andrangs ist die Zufahrt im Sommer zeitlich reguliert; eine einfache Wanderung führt rund um den See.
Highlights
- Türkisgrüner See mit historischem Bootshaus und Ruderbooten
- Steile Seekofel-Wand als Spiegelung im Wasser
- Einfacher Rundweg um den See (rund 1 Stunde)
- Ausgangspunkt für Touren in den Naturpark Fanes-Sennes-Prags
Gut zu wissen
| Lage | Pragser Tal, rund 1.500 m |
| Besonderheit | meistfotografierter Dolomitensee |
| Rundweg | ca. 3,5 km, rund 1 Stunde |
| Zufahrt | im Sommer zeitlich reguliert |
Praxis
Anreise: Im Sommer Zufahrt nur mit Reservierung/ÖPNV-Shuttle; sonst Bus aus dem Pustertal.
Beste Zeit: Mai bis Oktober; früher Morgen für Ruhe und Spiegelung.
Kosten: Parken/Zufahrt kostenpflichtig und reguliert; Bootsverleih saisonal (Stand prüfen).
Sicherheit: Der Rundweg ist einfach; das Wasser ist ganzjährig sehr kalt.
Tipps:
- Vor 9 Uhr oder am späten Nachmittag kommen, dann ist es am ruhigsten
- Aktuelle Zufahrtsregeln vorab auf der offiziellen Seite prüfen
Hintergrund & Geschichte
Der Pragser Wildsee, italienisch Lago di Braies, liegt am Ende des stillen Pragser Tals in den Südtiroler Dolomiten und gilt als einer der schönsten Bergseen der Alpen. Sein tiefgrünes bis türkisfarbenes Wasser, gespeist von unterirdischen Quellen, spiegelt die senkrechten Wände des Seekofels, der sich gewaltig über dem Ufer auftürmt. Eine alte Sage erzählt, dass im See der verborgene Eingang zum Reich der Fanes liege, jenes versunkenen Bergvolkes aus der ladinischen Mythologie der Dolomiten, das einst über diese Täler herrschte und nach der Legende eines Tages zurückkehren soll.
Zu touristischem Ruhm gelangte der See bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als am Ufer das stattliche Hotel Pragser Wildsee errichtet wurde und die Sommerfrischler der Donaumonarchie anzog. Das hölzerne Bootshaus mit seinen Ruderbooten stammt aus dieser Zeit und prägt bis heute das vielfach abgebildete Bild des Sees. Geologisch gehört die ihn umgebende Felswelt zur Fanesgruppe, deren heller Dolomitstein aus versteinerten Riffen eines urzeitlichen Meeres besteht, was dem Ort jene Mischung aus Mythos und erdgeschichtlicher Tiefe verleiht, die die ganzen Dolomiten auszeichnet.
Damit dein Ausflug rundläuft , unsere Ratgeber und Ausrüstungs-Tipps zu diesem Ziel:
