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Soča-Tal & Vršič-Pass

Smaragdfluss und höchster Pass Sloweniens

Adresse

Soča-Tal / Vršič, Triglav-Nationalpark, Slowenien

GPS

46.4333, 13.75

Adresse

Soča-Tal / Vršič, Triglav-Nationalpark, Slowenien

GPS

46.4333, 13.75

Die Soča gilt mit ihrem leuchtend smaragdgrünen Wasser als einer der schönsten Flüsse Europas und ist ein Eldorado für Kajak, Rafting und Fliegenfischen. Über den Vršič-Pass, mit rund 1.611 m der höchste Straßenpass Sloweniens, gelangt man in 50 Kehren ins Tal; an der Auffahrt steht die hölzerne Russische Kapelle. Das Tal war im Ersten Weltkrieg Schauplatz der Isonzoschlachten.

Highlights

  • Smaragdgrüne Soča für Rafting und Kajak
  • Vršič-Pass (rund 1.611 m), höchster Sloweniens
  • Russische Kapelle an der Passstraße
  • Geschichte der Isonzofront (1. Weltkrieg)

Gut zu wissen

Fluss Soča (smaragdgrün)
Pass Vršič, rund 1.611 m (höchster Sloweniens)
Kehren rund 50 an der Passstraße
Geschichte Isonzofront 1915–1917

Praxis

Anreise: Mit dem Auto über den Vršič-Pass (Sommer) oder von Italien aus über Bovec/Kobarid.

Beste Zeit: Pass und Wassersport Juni bis September; Pass im Winter gesperrt.

Kosten: Naturzugang frei; Rafting/Kajak-Touren kostenpflichtig (Stand prüfen).

Sicherheit: Die Soča ist kalt und strömungsstark, Wassersport nur geführt; Passstraße kurvenreich.

Tipps:

  • Die Tolmin- und Kozjak-Wasserfälle im Tal lohnen einen Halt
  • Vršič-Pass früh fahren, mittags ist viel Verkehr

Hintergrund & Geschichte

Das Soča-Tal in den Julischen Alpen ist berühmt für seinen Fluss, dessen Wasser in einem unwirklich leuchtenden Smaragdgrün durch enge Schluchten und über helle Kalksteinbetten zieht. Die Julischen Alpen, von den Römern nach Julius Caesar benannt, gehören zu den Südlichen Kalkalpen und entstanden aus den Ablagerungen eines urzeitlichen tropischen Meeres, das später emporgefaltet und von Gletschern und reißenden Flüssen tief zerschnitten wurde. So formte die Soča über Jahrtausende ihre spektakulären Klammen.

Doch das Tal trägt auch schwere Geschichte. Im Ersten Weltkrieg verlief hier die Isonzofront, an der zwölf erbitterte Schlachten ausgetragen wurden, ein junger Ernest Hemingway diente als Sanitätsfahrer und setzte der Front in „In einem andern Land” ein literarisches Denkmal. Der Vršič-Pass, mit rund 1611 Metern der höchste Straßenpass Sloweniens, wurde mitten im Krieg von russischen Kriegsgefangenen erbaut. An eine Lawine, die viele von ihnen das Leben kostete, erinnert bis heute eine kleine hölzerne Russische Kapelle an der Passstraße, ein stiller Ort inmitten der wilden Bergwelt. Die fünfzig Kehren des Passes, von den Gefangenen unter härtesten Bedingungen in den Fels getrieben, verbinden das Tal von Kranjska Gora mit dem oberen Soča-Tal und zählen heute zu den eindrucksvollsten Bergstraßen der Julischen Alpen. Wer ihnen folgt, reist zugleich durch Natur und Geschichte.

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