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Lötschental

Ursprüngliches Hochtal im Wallis

Adresse

nördliches Wallis

GPS

46.4167, 7.75

Adresse

nördliches Wallis

GPS

46.4167, 7.75

Das Lötschental gilt als eines der ursprünglichsten Hochtäler der Alpen. Lange nur über Saumpfade erreichbar, bewahrte es alte Bräuche wie die furchterregenden Tschäggättä-Masken der Fasnacht. Heute erschließen Wanderwege und der Lötschberg das Tal vor der Kulisse von Bietschhorn und Gletschern.

Highlights

  • Ursprüngliche Tallandschaft und Bräuche
  • Tschäggättä-Masken der Fasnacht
  • Höhenweg mit Gletscherblick
  • Wallfahrtsort Kühmatt

Gut zu wissen

Lage nördliches Wallis
Hausberg Bietschhorn (3.934 m)
Tradition Tschäggättä-Masken
Charakter ursprünglich, ruhig

Praxis

Anreise: Bahn nach Goppenstein, weiter per Postauto ins Tal.

Beste Zeit: Wandern Juni bis Oktober; Fasnacht im Spätwinter.

Kosten: Tal frei; Bergbahnen kostenpflichtig (Stand prüfen).

Sicherheit: Hochgebirge, Wetter beachten; Wege markiert.

Tipps:

  • Der Lötschentaler Höhenweg ist ein aussichtsreicher Klassiker

Hintergrund & Geschichte

Das Lötschental gilt als eines der ursprünglichsten Hochtäler des Wallis, lange durch seine abgeschiedene Lage von der Außenwelt getrennt und dadurch ein Hort gelebter Tradition. Erst der Bau des Lötschberg-Eisenbahntunnels zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchbrach diese Isolation, doch die alten Bräuche überdauerten. Berühmt sind die Tschäggättä, jene furchterregenden Fasnachtsgestalten in zottigen Fellen und grob geschnitzten Holzmasken, die in der Fastnachtszeit durch die Dörfer ziehen, ein Brauch von vermutlich uraltem, vorchristlichem Ursprung.

Über dem Tal thront der gewaltige Bietschhorn, eine kühn aufragende Felspyramide, die zu den markantesten Gipfeln der Walliser Alpen gehört, während am Talschluss der Langgletscher als Rest der einstigen Vergletscherung lagert und das Tal mit Schmelzwasser speist. Die dunkel verwitterten Holzhäuser der Dörfer Ferden, Kippel und Blatten erzählen von einer kargen, gottesfürchtigen Bergbauernkultur, in der katholischer Glaube und heidnisch anmutendes Maskenbrauchtum eng nebeneinander bestehen, und bis heute ziehen prächtige Prozessionen an den hohen Feiertagen durch die Gassen. Berühmt sind auch die Herrgottsgrenadiere, eine in historische Uniformen gekleidete Schützentruppe, die das Fronleichnamsfest begleitet. So bewahrt das Lötschental eine Tiefe an Tradition und eine landschaftliche Wucht, wie sie in den dicht erschlossenen Alpen selten geworden sind.

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