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Kehlsteinhaus (Eagle’s Nest)

Aussichtspunkt mit Panoramablick und Zeitgeschichte auf 1.834 m

Adresse

Kehlstein, 83471 Berchtesgaden; Busabfahrt: Parkplatz Obersalzberg, Salzbergstraße 45

GPS

47.6114, 13.0420

Adresse

Kehlstein, 83471 Berchtesgaden; Busabfahrt: Parkplatz Obersalzberg, Salzbergstraße 45

GPS

47.6114, 13.0420

Auf dem Kehlstein gelegenes ehemaliges Repräsentationsgebäude aus der NS-Zeit (1937–1938 erbaut), das heute als Gaststätte dient und einen weiten Blick über die Berchtesgadener Alpen bietet.

Highlights

  • Panoramablick über Berchtesgadener Land, Watzmann und Untersberg
  • Auffahrt über die spektakuläre Kehlsteinstraße mit Spezialbussen
  • Historischer Messing-Aufzug durch den Felsstollen
  • Sachliche Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte am Obersalzberg
  • Gaststätte und Café im historischen Gebäude

Gut zu wissen

Hoehe ca. 1.834 m ü. NN
Bauzeit 1937–1938
Architekt Roderich Fick
Kehlsteinstrasse 6,5 km, nur mit Spezialbussen befahrbar
Aufzug Messing-Lift durch 124 m langen Stollen, Fahrt ca. 41 Sekunden
Oeffentlich seit 1952

Praxis

Anreise: Mit dem Auto bis Parkplatz Obersalzberg oder ÖPNV (Bus 838 ab Bahnhof Berchtesgaden), dann Pflicht-Zubringerbus der Kehlsteinlinie; Privatfahrzeuge auf der Kehlsteinstraße nicht erlaubt.

Beste Zeit: Saison ca. Mitte Mai bis Ende Oktober; im Winter geschlossen. Klare Tage für die Aussicht.

Dauer: Halber Tag inkl. An- und Abfahrt, Aussicht und Einkehr

Kosten: Busticket Kehlsteinlinie kostenpflichtig (Tarif Stand prüfen); Aufzug im Ticket enthalten

Tipps:

  • Bustickets möglichst vorab sichern, feste Rückfahrtszeit beachten
  • Warme Kleidung mitnehmen, oben ist es deutlich kühler
  • Vorab die Dokumentation Obersalzberg für historische Einordnung besuchen

Hintergrund & Geschichte

Das Kehlsteinhaus thront in fast 1.800 Metern Höhe auf einem schroffen Felskopf über dem Obersalzberg und verdankt seine düstere Berühmtheit der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Errichtet wurde der steinerne Bau, der einer Berghütte nachempfunden ist, Ende der 1930er Jahre auf Betreiben Martin Bormanns und 1939 Adolf Hitler übergeben, dem es als repräsentativer Empfangsort diente. Im englischsprachigen Raum bürgerte sich rasch der Name „Eagle’s Nest“ ein, der bis heute haftet, während die Einheimischen schlicht vom Kehlstein sprechen.

Bemerkenswert bleibt vor allem die Ingenieurleistung des Zugangs: Eine kühn in den Fels gesprengte Straße windet sich durch mehrere Tunnel zu einem Parkplatz, von dem aus ein vergoldeter Messingaufzug durch einen senkrecht in den Berg getriebenen Schacht direkt ins Haus führt, eine Konstruktion, die in nur etwa einem Jahr vollendet wurde. Anders als der Großteil der NS-Anlagen am Obersalzberg, die nach dem Krieg gesprengt und zerstört wurden, überstand das Kehlsteinhaus die Bombardierungen nahezu unversehrt und dient heute als Ausflugsgaststätte mit angegliedertem Dokumentationsort der Erinnerung. Der Blick reicht weit über das Berchtesgadener Land bis zum Untersberg und in die Salzburger Alpen, ein Panorama, das den Ort in seltsamem Kontrast zu seiner Vergangenheit erstrahlen lässt.

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