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Seiser Alm / Alpe di Siusi

Europas größte Hochalm, vor Schlern und Rosengarten

Adresse

oberhalb Kastelruth/Seis, Südtirol

GPS

46.54, 11.62

Adresse

oberhalb Kastelruth/Seis, Südtirol

GPS

46.54, 11.62

Die Seiser Alm ist mit rund 56 km² die größte Hochalm Europas, eine weite, sanft gewellte Wiesenlandschaft auf etwa 1.700 bis 2.300 m. Vor der Kulisse von Schlern, Lang- und Plattkofel ist sie im Sommer ein Wander- und im Winter ein Langlauf- und Skiparadies. Zum Schutz der Landschaft ist die Zufahrt tagsüber stark eingeschränkt.

Highlights

  • Größte Hochalm Europas mit weitem Dolomiten-Panorama
  • Schlern, Langkofel und Plattkofel als Kulisse
  • Sanfte Wander- und Langlaufwege auf der Hochfläche
  • Seilbahn aus dem Tal statt eigener Anfahrt

Gut zu wissen

Flaeche rund 56 km² (größte Hochalm Europas)
Hoehe ca. 1.700–2.300 m
Kulisse Schlern, Langkofel, Plattkofel
Zufahrt tagsüber stark eingeschränkt

Praxis

Anreise: Mit der Seiser-Alm-Bahn (Seilbahn) ab Seis; Pkw-Zufahrt tagsüber gesperrt bzw. nur für Übernachtungsgäste.

Beste Zeit: Wandern Juni bis Oktober; Langlauf und Ski Dezember bis März.

Kosten: Seilbahn und Bergbahnen kostenpflichtig (Stand prüfen).

Sicherheit: Einfaches Wandergelände; Wetter und Gewitter am Nachmittag beachten.

Tipps:

  • Mit der Seilbahn hochfahren spart die Zufahrtsbeschränkung
  • Früh oder spät am Tag sind Licht und Ruhe am schönsten

Hintergrund & Geschichte

Die Seiser Alm, italienisch Alpe di Siusi, ist die größte Hochalm Europas, ein weit geschwungenes Wiesenmeer auf rund 1800 bis 2300 Metern, über dem die zackigen Felstürme von Langkofel und Plattkofel aufragen. Wie die gesamten Dolomiten besteht auch ihr Untergrund aus den versteinerten Überresten tropischer Korallenriffe, die vor mehr als 200 Millionen Jahren am Rand eines warmen Urmeeres wuchsen. Erst die Kollision der Kontinentalplatten hob diese Kalkmassen empor, der französische Forscher Déodat de Dolomieu gab dem Gestein und damit dem ganzen Gebirge im 18. Jahrhundert seinen Namen.

Über Jahrhunderte prägten die Bergbauern aus den ladinischen Tälern das Bild der Alm. Ladinisch, ein altes rätoromanisches Idiom, wird in den umliegenden Dolomitentälern bis heute gesprochen und erzählt von einer Kultur, die sich zwischen den großen Sprachräumen behauptet hat. Im Sommer treiben die Bauern ihr Vieh auf die Hochweiden, im Herbst leuchten die Matten golden, ehe der Schnee die Hänge in eine weite Skilandschaft verwandelt. Dass die Sonne die Felswände abends rosa färbt, das berühmte Enrosadira, gehört seit jeher zu den Sagen und Wundern dieser Landschaft. Eine alte ladinische Legende erklärt das Leuchten mit dem versunkenen Rosengarten eines Königs, dessen Blüten der Berg für immer in sich trägt.

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