Partnachklamm
Wilde Schlucht bei Garmisch
Die Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen ist eine rund 700 m lange, bis zu 80 m tiefe Schlucht, durch die die Partnach tost. Über in den Fels gehauene Wege und Tunnel führt der gesicherte Steig durch die enge Klamm. Im Winter verwandeln Eiszapfen und gefrorene Wasserfälle die Schlucht in eine besondere Kulisse.
Highlights
- Rund 700 m lange, bis 80 m tiefe Schlucht
- Wege und Tunnel im Fels entlang der Partnach
- Winterliche Eiszapfen und Eiswände
- Start am Olympia-Skistadion
Gut zu wissen
| Laenge | rund 700 m |
| Tiefe | bis zu 80 m |
| Fluss | Partnach |
| Zugang | ab Olympia-Skistadion Garmisch |
Praxis
Anreise: Mit der Bahn nach Garmisch-Partenkirchen, Zuweg ab dem Olympia-Skistadion.
Beste Zeit: Ganzjährig; im Winter für die Eisformationen.
Kosten: Eintritt kostenpflichtig (Stand prüfen).
Sicherheit: Wege nass, niedrige Tunnel, im Winter rutschig; festes Schuhwerk.
Tipps:
- Als Rundtour über den Graseck und zurück gehen
- Regenschutz mitnehmen, in der Klamm tropft es
Hintergrund & Geschichte
Die Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen zählt zu den eindrucksvollsten Schluchten der Bayerischen Alpen. Über Jahrtausende hat sich der Gebirgsbach Partnach, gespeist vom Schmelzwasser des Schneeferners am Zugspitzmassiv, tief in den Fels gefräst und eine bis zu achtzig Meter tiefe Klamm geschaffen, durch die ein in den Stein geschlagener Steig führt. Wo das Wasser zwischen den engen Wänden tost und im Winter mächtige Eiszapfen von den Felsen hängen, entsteht ein Naturschauspiel, das schon früh die Romantiker faszinierte.
Ihre heutige Begehbarkeit verdankt die Klamm einem ganz praktischen Anlass: Ursprünglich nutzte man die wilde Schlucht, um geschlagenes Holz und Heu aus den hinteren Talkesseln talwärts zu treiben, was gefährliche Arbeit war. 1912 wurde die Partnachklamm schließlich als Naturdenkmal erschlossen und für Besucher geöffnet. Oberhalb der Schlucht öffnet sich das Reintal, das als langer, sanfter Anstieg zur Zugspitze führt, dem höchsten Berg Deutschlands. So bildet die Partnachklamm zugleich das tosende Eingangstor zu einer der großen Bergtouren der Region.
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