Jungfraujoch – Top of Europe
Höchster Bahnhof Europas, 3.454 m
Adresse
Jungfrau-Region, zwischen Mönch und Jungfrau, Berner Oberland
GPS
46.5475, 7.9856
Web
Das Jungfraujoch auf 3.454 m beherbergt den höchstgelegenen Bahnhof Europas, erreichbar mit der Jungfraubahn, die seit 1912 großteils durch einen Tunnel im Eiger und Mönch hinauffährt. Oben warten der Sphinx-Aussichtspunkt, der Eispalast und der Blick auf den Aletschgletscher. Das „Top of Europe” ist eines der meistbesuchten Hochgebirgsziele der Alpen.
Highlights
- Höchster Bahnhof Europas (3.454 m), erreichbar per Zahnradbahn
- Sphinx-Aussichtsplattform mit Blick auf den Aletschgletscher
- Eispalast im Inneren des Gletschers
- Tunnelfenster in der Eiger-Nordwand während der Fahrt
Gut zu wissen
| Hoehe | 3.454 m |
| Bahn | Jungfraubahn (seit 1912) |
| Ausgangsorte | Grindelwald, Lauterbrunnen, Kleine Scheidegg |
| Besonderheit | höchster Bahnhof Europas |
Praxis
Anreise: Ab Interlaken per Bahn nach Grindelwald oder Lauterbrunnen, weiter über Kleine Scheidegg bzw. Eigergletscher (Eiger Express) zum Jungfraujoch.
Beste Zeit: Ganzjährig erreichbar; klare Tage für die Fernsicht wählen.
Kosten: Bahnfahrt vergleichsweise teuer, Online-Tickets mit Zeitfenster (Stand prüfen).
Sicherheit: Auf 3.454 m kann die Höhe spürbar sein, langsam bewegen; warme Kleidung auch im Sommer.
Tipps:
- Früh buchen und früh fahren, vormittags ist die Sicht meist am besten
- Wetterbericht für die Bergstation prüfen, bei Nebel lohnt die Fahrt kaum
Hintergrund & Geschichte
Das Jungfraujoch, als Top of Europe vermarktet, ist ein hochalpiner Sattel zwischen Mönch und Jungfrau im Berner Oberland und beherbergt mit seiner Station auf rund 3454 Metern den höchstgelegenen Bahnhof Europas. Errichtet wurde die Jungfraubahn zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ein für seine Zeit kühnes Unterfangen: Über viele Jahre trieben Arbeiter einen langen Tunnel durch das Innere von Eiger und Mönch, um die Schienen bis in diese eisige Höhe zu führen, ein technisches Wagnis, das mehrere Menschenleben kostete und europaweit Aufsehen erregte.
Oben angekommen, öffnet sich der Blick auf den Aletschgletscher, den größten und längsten Eisstrom der Alpen, der sich als gewaltiges weißes Band durch die Bergwelt zieht und heute zum Weltnaturerbe zählt. Eine markante Felskuppe trägt die Sphinx genannte Forschungs- und Aussichtsstation, in der seit Generationen Wissenschaftler das Hochgebirge, die Atmosphäre und das Klima erforschen. Die Jungfrau selbst, deren Name an eine Jungfrau erinnert und wohl auf eine einst einem Kloster gehörende Alpweide zurückgeht, bildet zusammen mit Eiger und Mönch das berühmte Dreigestirn des Berner Oberlands. In den Fels des Jochs ist überdies ein Eispalast gehauen, dessen Gänge und Skulpturen aus dem Gletscher selbst geformt sind. So verbindet das Jungfraujoch den Pioniergeist der frühen Bergbahnzeit mit der bleibenden Aufgabe der Forschung und gewährt dem Besucher zugleich einen Blick in eine Welt aus Eis, die sonst nur Bergsteigern offensteht.
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