Königssee
Smaragdgrüner Fjordsee im Herzen des Nationalparks Berchtesgaden
Adresse
Seestraße 55, 83471 Schönau am Königssee
GPS
47.5526, 12.9886
Der Königssee gilt als einer der saubersten und mit bis zu 190 Metern tiefsten Seen Deutschlands. Eingebettet zwischen den steil aufragenden Wänden des Watzmann-Massivs und dem Hagengebirge wirkt er wie ein nordischer Fjord, der sich in die Alpen verirrt hat.
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Was den Königssee besonders macht
- Elektroboote seit 1909: Aus Naturschutzgründen verkehren auf dem See ausschließlich leise Elektroboote, die Wasserqualität hat dadurch Trinkwassergüte.
- St. Bartholomä: Die markante Wallfahrtskirche mit den roten Zwiebeltürmen auf der Halbinsel Hirschau ist das Wahrzeichen des Sees.
- Echo an der Echowand: Tradition ist, dass die Bootsführer auf halber Strecke eine Flügelhorn-Melodie spielen, das mehrfache Echo der Steilwände ist beeindruckend.
- Obersee & Röthbachfall: Hinter St. Bartholomä erreicht man zu Fuß den stilleren Obersee und den Röthbachfall, mit rund 470 m der höchste Wasserfall Deutschlands.
Gut zu wissen
Der Malerwinkel am Nordufer bietet den klassischen Postkartenblick und ist auch ohne Bootsfahrt in wenigen Minuten erreichbar. Die Schifffahrt ist ganzjährig in Betrieb, im Hochsommer empfiehlt sich eine frühe Anreise wegen der Andrangs- und Parkplatzsituation.
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Hintergrund & Geschichte
Der Königssee wirkt wie ein Stück Skandinavien, das sich in die Bayerischen Alpen verirrt hat: ein schmaler, bis zu 190 Meter tiefer Fjord, eingezwängt zwischen der senkrechten Ostwand des Watzmann und den Felsfluchten des Hagengebirges. Genau diese Enge erzeugt das berühmte Echo, das die Bootsführer seit Generationen mit einer Flügelhornmelodie über das Wasser schicken, es kehrt mehrfach von den Wänden zurück.
Über dem See thront der Watzmann, um den sich eine der bekanntesten Sagen des Berglands rankt: ein tyrannischer König, der mit Frau und Kindern zur Strafe zu Stein erstarrte. Die rot-weiße Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Westufer, im 17. Jahrhundert von den Berchtesgadener Fürstpröpsten errichtet, war lange nur über den Wasserweg erreichbar und ist bis heute das Sinnbild dieser abgeschiedenen Welt. Seit 1978 schützt der Nationalpark Berchtesgaden die gesamte Region; sein Leitsatz „Natur Natur sein lassen“ hält die Talschlüsse so ursprünglich, dass sich hinter dem Obersee mit dem Röthbachfall der höchste Wasserfall Deutschlands verbirgt.
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