Gröden / Val Gardena
Dolomitental der Sellaronda
Gröden ist eines der bekanntesten Dolomitentäler und Teil der berühmten Skirunde Sellaronda rund um das Sellamassiv. Über dem Tal erheben sich der Langkofel und die markante Hochfläche der Seceda. Gröden ist zugleich Zentrum der ladinischen Kultur und einer jahrhundertealten Holzschnitzkunst.
Highlights
- Teil der Sellaronda-Skirunde
- Seceda und Langkofel als Kulisse
- Ladinische Kultur und Holzschnitzerei
- UNESCO-Welterbe Dolomiten
Gut zu wissen
| Tal | Grödnertal, Südtirol |
| Ski | Sellaronda / Dolomiti Superski |
| Kulisse | Seceda, Langkofel |
| Kultur | ladinisch, Holzschnitzkunst |
Praxis
Anreise: Mit dem Auto oder Bus ins Tal (Ortisei/St. Ulrich); Bahn bis Bozen/Brixen.
Beste Zeit: Ski Dezember bis April; Wandern Juni bis Oktober.
Kosten: Bergbahnen kostenpflichtig (Stand prüfen).
Sicherheit: Im Winter Lawinenlage; Klettersteige nur mit Set.
Tipps:
- Seceda-Auffahrt für den klassischen Dolomitenblick
Hintergrund & Geschichte
Das Grödental, ladinisch Gherdëina und italienisch Val Gardena, ist eines der Herzstücke ladinischer Kultur in den Dolomiten. In den Dörfern Wolkenstein, St. Christina und St. Ulrich wird bis heute Ladinisch gesprochen, jene altertümliche romanische Sprache, die aus dem Latein der römischen Zeit hervorging und sich in den abgeschiedenen Tälern über die Jahrhunderte erhalten hat. Über diese Sprache hinaus prägt vor allem ein Handwerk die Region: die Holzschnitzerei. Seit dem 17. Jahrhundert fertigen die Gröden ner Krippenfiguren, Heiligenbilder und Spielzeug, das einst von Hausierern in alle Welt getragen wurde.
Umrahmt wird das Tal von einigen der schönsten Dolomitengipfel, darunter der wuchtige Langkofel und die zerklüftete Puezgruppe, deren bleiche Felstürme aus versteinerten Riffen eines urzeitlichen Meeres bestehen. Über die umliegenden Pässe wie das Grödner Joch und das Sellajoch führen alte Verbindungen in die Nachbartäler, die heute Teil der berühmten Dolomitenrunde sind. Die alte Tradition der Holzschnitzerei lebt bis heute in zahlreichen Werkstätten fort, und in St. Ulrich erinnert ein eigenes Museum an die ladinische Geschichte, Sprache und Volkskunst. Im Winter verbinden die Lifte des Skigebiets das Tal mit der berühmten Sellaronda, jener Skirunde, die in einem einzigen Tag rund um das mächtige Sellamassiv führt. So verbindet sich im Grödental eine seltene sprachliche und kulturelle Eigenständigkeit mit einer Bergkulisse, die zum Weltnaturerbe zählt und der Region ihren unverwechselbaren Charakter verleiht.
Damit dein Ausflug rundläuft , unsere Ratgeber und Ausrüstungs-Tipps zu diesem Ziel:
