Cirque du Fer-à-Cheval
Gewaltiges Felsamphitheater mit Wasserfällen
Der Cirque du Fer-à-Cheval bei Sixt ist eines der größten Felsamphitheater der Alpen: ein hufeisenförmiger Talschluss, über dessen rund 500 bis 700 m hohe Kalkwände im Frühsommer Dutzende Wasserfälle stürzen. Das Gebiet ist Teil eines Naturschutzgebiets mit einfachen Wanderwegen am Talboden.
Highlights
- Hufeisenförmiger Talschluss
- Dutzende Wasserfälle im Frühsommer
- Bis 700 m hohe Kalkwände
- Einfache Wanderwege am Talboden
Gut zu wissen
| Besonderheit | großes Felsamphitheater |
| Waende | rund 500–700 m hoch |
| Highlight | Wasserfälle im Frühsommer |
| Schutz | Naturschutzgebiet |
Praxis
Anreise: Mit dem Auto über Samoëns nach Sixt-Fer-à-Cheval.
Beste Zeit: Mai bis Oktober; Wasserfälle im Frühsommer am stärksten.
Kosten: Zugang frei; Parken kostenpflichtig (Stand prüfen).
Sicherheit: Wege einfach; bei Schneeschmelze Steinschlag möglich.
Tipps:
- Im Frühsommer kommen, wenn die meisten Wasserfälle fließen
Hintergrund & Geschichte
Der Cirque du Fer-à-Cheval, das „Hufeisen“, liegt am Talschluss des Giffre-Tals in den Hochsavoyer Alpen und gilt als eines der eindrucksvollsten Felsenrunde des gesamten Alpenraums. In einem weiten Halbkreis türmen sich gewaltige Kalkwände auf, über die sich im Frühsommer, wenn die hoch gelegenen Schneefelder schmelzen, zahlreiche Wasserfälle gleichzeitig in die Tiefe stürzen. Dieses großartige Naturschauspiel entstand durch die Arbeit eiszeitlicher Gletscher, die das Tal ausschürften und die typische Trogform mit ihren senkrechten, fast amphitheatralischen Wänden hinterließen.
Das nahe Dorf Sixt-Fer-à-Cheval geht auf eine im 12. Jahrhundert gegründete Abtei zurück, deren Mönche die einst abgelegene Hochtalregion erschlossen, urbar machten und über Jahrhunderte prägten. Die gesamte Umgebung steht heute als Naturschutzgebiet unter besonderem Schutz und bewahrt eine vielfältige Bergflora sowie seltene Tierarten wie den Steinadler. Der Cirque zog schon im 19. Jahrhundert Reisende und Naturforscher an, die das gewaltige Felsenamphitheater staunend beschrieben. Wer heute durch das Tal wandert, erlebt eine kaum berührte Hochgebirgslandschaft, in der die Kraft des Wassers und die Spuren mönchischer Besiedlung gleichermaßen deutlich spürbar bleiben und das gewaltige Felsenrund mit seinen herabstürzenden Wasserfällen den Menschen ganz klein erscheinen lässt.
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