Die Alpen sind eine der letzten Heimaten großer Wildtiere in Mitteleuropa. Mit etwas Wissen, Geduld und der richtigen Optik lassen sich Steinbock, Gämse, Murmeltier, Steinadler und sogar der wieder angesiedelte Bartgeier in freier Natur beobachten, ohne sie zu stören.
Welche Tiere du sehen kannst
- Steinbock & Gämse an steilen Felsflanken oberhalb der Baumgrenze
- Murmeltier auf fast jeder Almwiese, oft durch den Warnpfiff verraten
- Steinadler & Bartgeier kreisend über den Tälern, mit Glück beim Wiederansiedlungsprojekt im Klausbachtal
- Rothirsch vor allem in der Dämmerung am Waldrand
Wann und wo
Die beste Zeit ist die Dämmerung am frühen Morgen und am Abend, dann sind die meisten Tiere aktiv. Ein hervorragendes Gebiet ist der Nationalpark Berchtesgaden, der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands. Achte auf die Windrichtung und pirsche mit dem Wind im Gesicht, damit dein Geruch nicht vorauseilt.
Über die nötige Distanz zum Tier entscheidet die Optik: ein lichtstarkes Fernglas für die Hand, ein Spektiv für die großen Entfernungen am Hang.
Ferngläser & Spektive → Packliste Wildtierbeobachtung →Respekt vor der Natur
Beobachten heißt, sich zurückzunehmen. Halte Abstand, bleibe auf den Wegen und respektiere Wildruhezonen, besonders im Winter, wenn jede Störung die Tiere lebenswichtige Energie kostet. Flüchtet ein Tier, warst du zu nah. Wer ruhig und geduldig ist, sieht am Ende mehr.
