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Val Müstair & Kloster St. Johann

UNESCO-Welterbe im äußersten Südosten

Adresse

Val Müstair, Graubünden

GPS

46.6333, 10.4333

Adresse

Val Müstair, Graubünden

GPS

46.6333, 10.4333

Das Val Müstair am äußersten Südostzipfel der Schweiz beherbergt das Benediktinerinnenkloster St. Johann in Müstair, dessen karolingische Fresken aus dem 8. Jahrhundert seit 1983 zum UNESCO-Welterbe zählen. Das ruhige Tal grenzt an den Schweizerischen Nationalpark und pflegt rätoromanische Kultur.

Highlights

  • Kloster St. Johann mit karolingischen Fresken (UNESCO)
  • Rätoromanische Tal- und Klosterkultur
  • Nähe zum Schweizerischen Nationalpark
  • Ruhiges, ursprüngliches Hochtal

Gut zu wissen

Welterbe Kloster St. Johann (seit 1983)
Epoche karolingische Fresken (8. Jh.)
Lage Val Müstair, Graubünden
Naehe Schweizerischer Nationalpark, Ofenpass

Praxis

Anreise: Über den Ofenpass aus dem Engadin; per Postauto ab Zernez.

Beste Zeit: Mai bis Oktober; Kloster ganzjährig.

Kosten: Klostermuseum kostenpflichtig (Stand prüfen).

Sicherheit: Unkompliziert; Passstraße im Winter teils heikel.

Tipps:

  • Mit einem Besuch im Schweizerischen Nationalpark verbinden

Hintergrund & Geschichte

Im äußersten Südosten der Schweiz, abseits der großen Verkehrsachsen, liegt das Val Müstair, ein stilles Tal, das sich nach Italien hin öffnet und in dem Romanisch gesprochen wird. Sein größter Schatz ist das Kloster St. Johann in Müstair, ein Benediktinerkloster, dessen Ursprünge der Überlieferung nach bis auf Karl den Großen zurückgehen. Wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen frühmittelalterlichen Wandmalereien, des umfangreichsten karolingischen Freskenzyklus, der erhalten geblieben ist, zählt die Klosteranlage zum UNESCO-Welterbe.

Das Tal liegt eingebettet zwischen dem Schweizerischen Nationalpark und den weiten Wäldern an der italienischen Grenze, fernab von Hektik und Massentourismus. Über Jahrhunderte lebten die Menschen hier von Landwirtschaft, Viehzucht und dem Handel über den nahen Ofenpass. Die abgeschiedene Lage bewahrte nicht nur die romanische Sprache, sondern auch alte Bräuche und eine ursprüngliche Kulturlandschaft. Bemerkenswert ist auch, dass das Kloster über Jahrhunderte als Frauenkloster geführt wurde und so eine seltene Kontinuität klösterlichen Lebens über mehr als ein Jahrtausend bewahrte. So ist das Val Müstair ein Ort, an dem Geschichte spürbar fortlebt: in den jahrtausendealten Fresken ebenso wie in den Stimmen, die noch immer eine der ältesten Sprachen der Alpen sprechen.

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