Grüner See (Tragöß)
Smaragdsee der Schneeschmelze
Der Grüne See bei Tragöß am Fuß des Hochschwab ist für sein klares, smaragdgrünes Wasser bekannt. Durch die Schneeschmelze schwillt er im Frühsommer stark an und überflutet die umliegenden Wiesen und Wege, im Spätsommer ist er nur noch flach. Zum Schutz des empfindlichen Gewässers ist das Tauchen heute verboten.
Highlights
- Klares, smaragdgrünes Bergseewasser
- Starker Wasserstand-Wechsel durch Schneeschmelze
- Wandergebiet am Fuß des Hochschwab
- Geschützter, sehr fotogener See
Gut zu wissen
| Besonderheit | Wasserstand schwankt mit der Schneeschmelze |
| Hoechststand | Frühsommer (Mai/Juni) |
| Gebirge | Hochschwab |
| Hinweis | Tauchen zum Schutz verboten |
Praxis
Anreise: Mit dem Auto nach Tragöß; saisonaler Bus aus Bruck an der Mur.
Beste Zeit: Höchststand und intensivste Farbe Mai/Juni.
Kosten: Zugang frei; Parken kostenpflichtig (Stand prüfen).
Sicherheit: Baden/Tauchen verboten; auf den Wegen bleiben, Naturschutz.
Tipps:
- Im Frühsommer kommen für den höchsten Wasserstand
- Früh anreisen, der See ist ein beliebtes Fotomotiv
Hintergrund & Geschichte
Der Grüne See bei Tragöß in der Hochsteiermark verdankt seinen Namen dem leuchtend smaragdgrünen Schimmer seines Wassers, das aus dem Schmelzwasser der umliegenden Berge des Hochschwabmassivs gespeist wird. Seine wahre Eigenart aber ist sein Atmen im Lauf der Jahreszeiten: Im Winter ist der See nur ein flaches, stilles Gewässer, doch wenn im Frühjahr der Schnee in den Karen schmilzt, schwillt er mächtig an und überflutet die umliegenden Wiesen, Wege und Bäume. So entsteht für wenige Wochen eine versunkene Landschaft, in der Bänke und Brücken unter Wasser stehen, ehe der Pegel im Hochsommer wieder sinkt.
Dieses jahreszeitliche Schauspiel hat den See weit über die Steiermark hinaus bekannt gemacht. Geologisch liegt er am Fuß eines karstigen Kalkgebirges, dessen Gestein das Wasser filtert und ihm jene außergewöhnliche Klarheit verleiht, durch die man bis auf den Grund blicken kann. Lange war der Grüne See ein stiller Geheimtipp der Einheimischen, ein Ort für ruhige Spaziergänge im Schatten der Wände. Lange Zeit war der See bei Tauchern beliebt, die in der überfluteten Frühlingslandschaft eine versunkene Welt erkundeten, doch zum Schutz des empfindlichen Gewässers wurde das Tauchen inzwischen untersagt. Heute steht das Naturjuwel unter besonderem Schutz, damit das seltene Zusammenspiel aus Karstwasser, Wald und schwankendem Spiegel erhalten bleibt und der Grüne See auch künftigen Besuchern sein stilles, jahreszeitliches Schauspiel bieten kann.
Damit dein Ausflug rundläuft , unsere Ratgeber und Ausrüstungs-Tipps zu diesem Ziel:
