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Lago di Sorapis

Türkissee am Fuß des Sorapis

Adresse

Sorapiss-Gruppe, bei Cortina, Venetien

GPS

46.53, 12.22

Adresse

Sorapiss-Gruppe, bei Cortina, Venetien

GPS

46.53, 12.22

Der Lago di Sorapis auf rund 1.900 m leuchtet durch feines Gletschermehl in einem unwirklichen Türkis und ist nur zu Fuß erreichbar. Die beliebte Wanderung vom Passo Tre Croci führt über teils ausgesetzte, drahtseilgesicherte Passagen zum See am Fuß der Sorapiss-Wände. Baden ist zum Schutz nicht erlaubt.

Highlights

  • Unwirklich türkisfarbener Gletschersee
  • Wanderung ab Passo Tre Croci
  • Kulisse der Sorapiss-Wände
  • Nur zu Fuß erreichbar

Gut zu wissen

Hoehe rund 1.900 m
Farbe türkis durch Gletschermehl
Zustieg ab Passo Tre Croci (gesicherte Passagen)
Hinweis Baden nicht erlaubt

Praxis

Anreise: Mit dem Auto oder Bus zum Passo Tre Croci bei Cortina.

Beste Zeit: Juli bis Oktober (sonst Schnee/Eis am Weg).

Kosten: Zugang frei; Parken kostenpflichtig (Stand prüfen).

Sicherheit: Teils ausgesetzte, drahtseilgesicherte Passagen; Trittsicherheit nötig, nicht für kleine Kinder.

Tipps:

  • Sehr früh starten, der Weg und die Parkplätze sind im Sommer überlaufen

Hintergrund & Geschichte

Der Lago di Sorapis liegt versteckt in einem Hochtal der Ampezzaner Dolomiten und gilt als einer der schönsten Bergseen der gesamten Alpen, vor allem wegen seiner unwirklich milchig-türkisen Farbe. Dieses leuchtende Blau entsteht durch feinstes Gesteinsmehl, das die Gletscher der Sorapiss-Gruppe abreiben und das, im Schmelzwasser schwebend, das Sonnenlicht in besonderer Weise bricht, ein Phänomen, das man Gletschermilch nennt und das den See je nach Lichteinfall die Farbe wechseln lässt.

Der Weg zum See folgt teils alten Saumpfaden und führt durch eine Landschaft, in der noch die Spuren des Ersten Weltkriegs zu finden sind, denn die schroffen Dolomitengipfel waren einst umkämpfte Frontlinie zwischen Österreich-Ungarn und Italien, und stellenweise sichern Drahtseile und in den Fels gehauene Bänder den schmalen Steig. Über dem See thront die mächtige Sorapiss-Gruppe, deren Name in der ladinischen Sage vom König Sorapis fortlebt, der sich aus Schuld in einen Berg verwandelte und dessen Gletscher als seine ewig fließenden Tränen gedeutet wurden. Weil der See in den letzten Jahren immer mehr Wanderer anzog, gelten heute Schutzregeln für das empfindliche Ufer. So vereint dieser stille, hochgelegene See rohe geologische Schönheit mit einer tief in der Bergkultur verwurzelten Mythologie.

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