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Kleinwalsertal

Österreichisches Tal, nur aus Deutschland erreichbar

Adresse

Kleinwalsertal, Vorarlberg

GPS

47.3486, 10.1739

Adresse

Kleinwalsertal, Vorarlberg

GPS

47.3486, 10.1739

Das Kleinwalsertal ist eine geografische Besonderheit: Das österreichische Hochtal ist auf dem Landweg nur von Oberstdorf in Deutschland aus erreichbar. Gegründet von Walser Siedlern, bildet es mit dem Allgäuer Oberstdorf ein gemeinsames Ski- und Wandergebiet vor der Kulisse von Widderstein und Ifen.

Highlights

  • Nur über Deutschland erreichbares Hochtal
  • Gemeinsames Gebiet mit Oberstdorf
  • Walser Kultur und Geschichte
  • Wandern und Ski vor Widderstein und Ifen

Gut zu wissen

Besonderheit nur von Oberstdorf (DE) erreichbar
Kultur Walser
Gebirge Allgäuer Alpen
Region Vorarlberg

Praxis

Anreise: Mit Bahn nach Oberstdorf, weiter mit dem Walserbus ins Tal.

Beste Zeit: Wandern Juni bis Oktober; Ski Dezember bis April.

Kosten: Bergbahnen kostenpflichtig (Stand prüfen).

Sicherheit: Familienfreundliches Wandergebiet.

Tipps:

  • Die Gästekarte enthält oft den Walserbus

Hintergrund & Geschichte

Das Kleinwalsertal ist eine geographische Kuriosität: Es gehört politisch zum österreichischen Vorarlberg, ist aber auf dem Landweg nur über das deutsche Oberstdorf zu erreichen, weshalb man von einer „funktionalen Enklave“ spricht und das Tal lange sogar wirtschaftlich enger an Bayern als an Österreich gebunden war. Seinen Namen trägt es nach den Walsern, jenem alemannischen Bergvolk, das im Hochmittelalter aus dem Wallis über die Pässe einwanderte und in entlegenen Hochtälern eine eigenständige Kultur, Mundart und Bauweise begründete.

Die Walser brachten ihre Erfahrung im Leben am Steilhang mit und besiedelten Lagen, die anderen zu rau erschienen, und bis heute zeugen die dunkel verwitterten Holzhäuser von Riezlern, Hirschegg und Mittelberg von dieser zähen Siedlungsgeschichte. Über dem Tal erheben sich die markanten Kalkwände des Hohen Ifen mit seinem berühmten Gottesackerplateau, einer schroffen Karstlandschaft aus zerfurchtem Gestein, die wie eine versteinerte Wellenlandschaft anmutet und Geologen wie Wanderer gleichermaßen fasziniert. In den Hochlagen leben Gämsen und Murmeltiere, und im Sommer überzieht ein Teppich aus Alpenblumen die Matten. Diese besondere Lage zwischen zwei Staaten, verbunden mit der lebendigen Walsertradition und einer eigenen, noch immer gepflegten Mundart, verleiht dem Tal eine Identität, die sich weder ganz österreichisch noch ganz deutsch anfühlt, sondern unverwechselbar eigen.

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