Höllentalklamm
Wilde Klamm am Weg zur Zugspitze
Die Höllentalklamm bei Hammersbach ist eine der eindrucksvollsten Klammen der Bayerischen Alpen und ein Abschnitt des anspruchsvollen Höllental-Aufstiegs zur Zugspitze. Über Stege und durch Tunnel führt der Weg an tosendem Wasser und überhängenden Felswänden entlang. Die Klamm ist nur in der schneefreien Saison geöffnet.
Highlights
- Eindrucksvolle Klamm mit Stegen und Tunneln
- Teil des Höllental-Zugspitz-Aufstiegs
- Tosendes Wasser und überhängende Wände
- Saisonal geöffnet
Gut zu wissen
| Lage | Hammersbach/Grainau |
| Fluss | Hammersbach |
| Naehe | Höllental-Aufstieg zur Zugspitze |
| Saison | schneefreie Monate |
Praxis
Anreise: Bahn nach Hammersbach/Grainau; Zustieg zu Fuß zum Klammeingang.
Beste Zeit: Etwa Juni bis Oktober (Stand prüfen).
Kosten: Eintritt kostenpflichtig (Stand prüfen).
Sicherheit: Stege nass und rutschig; nur als Klammbesuch, der volle Zugspitz-Aufstieg ist hochalpin.
Tipps:
- Regenschutz mitnehmen, in der Klamm spritzt es stark
Hintergrund & Geschichte
Die Höllentalklamm bei Garmisch-Partenkirchen zählt zu den eindrucksvollsten Schluchten der Bayerischen Alpen, gelegen am Fuß der Zugspitze, des höchsten Berges Deutschlands. Über Jahrtausende hat sich das Wasser des Hammersbachs tief in den Fels eingegraben und eine enge, vielfach von tosenden Strudeln und Wasserfällen erfüllte Klamm geschaffen, deren feuchte Wände und schmale Stege dem Ort etwas Urtümliches verleihen. Schon der Name, der an die Hölle gemahnt, zeugt davon, wie die Menschen diese düstere, vom Donnern des Wassers erfüllte Schlucht einst empfanden.
Zugänglich wurde die Klamm erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als man unter erheblicher Mühe Steige, Tunnel und Brücken in den Fels schlug und sie für Wanderer erschloss. Sie bildet zugleich den Auftakt zu einem der klassischen Anstiege auf die Zugspitze, sodass durch ihre Enge seit Generationen Bergsteiger in die Hochregion aufbrechen. Garmisch-Partenkirchen, am Ausgang der Schlucht gelegen, ist seit den Olympischen Winterspielen von 1936 ein Name in der Welt des Bergsports, und von hier brechen Wanderer und Bergsteiger in das Wettersteingebirge auf. Geologisch erzählt die Klamm von der unermüdlichen Kraft des Wassers, das selbst den harten Kalk dieses Gebirges zu formen vermag, und vom Zusammenspiel aus Erosion und Gestein, das den Alpen ihr Gesicht gibt. Wer die feuchten Stege durchschreitet, spürt die rohe Gewalt der Natur unmittelbar über und unter sich.
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