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Hintersee mit Zauberwald

Bergsee der Maler am Fuß des Hochkalter

Adresse

Hintersee, 83486 Ramsau bei Berchtesgaden, Bayern

GPS

47.6047, 12.8486

Adresse

Hintersee, 83486 Ramsau bei Berchtesgaden, Bayern

GPS

47.6047, 12.8486

Der Hintersee ist ein kleiner Bergsee rund zwei Kilometer westlich des Ortskerns von Ramsau. Er entstand vor etwa 3.500 bis 4.000 Jahren, als ein Bergsturz vom Hochkalter-Massiv den Klausbach aufstaute.

Highlights

  • Klares, türkisgrünes Wasser mit Spiegelung von Hochkalter und Reiter Alpe
  • Zauberwald: Geotop aus moosbewachsenen Bergsturzblöcken am Seeufer
  • Historische Malerkolonie des 19. Jh.
  • Rundweg um den See (Prinzregent-Luitpold-Weg), weitgehend eben
  • Ruderbootverleih und Einkehrmöglichkeiten am Ufer

Gut zu wissen

Hoehe 789,1 m ü. NHN
Flaeche ca. 16,4 ha
Max tiefe 18 m
Mittlere tiefe 7,0 m
Umfang ca. 2,5 km
Entstehung Bergsturz vom Hochkalter, vor ca. 3.500–4.000 Jahren
Lage Ramsau bei Berchtesgaden, teils im Nationalpark Berchtesgaden

Praxis

Anreise: Mit dem Auto über die Hintersee-Straße ab Ramsau; Parkplätze am See. Mit ÖPNV per Bus aus Berchtesgaden/Ramsau bis Hintersee.

Beste Zeit: Mai bis Oktober; früher Morgen für die ruhigste Wasserspiegelung und wenig Andrang

Dauer: Seeumrundung ca. 1 Stunde, mit Zauberwald-Schleife etwas länger

Kosten: Seezugang frei; Bootsverleih und Parkgebühren kostenpflichtig (Stand prüfen)

Tipps:

  • Für Spiegelfotos windstillen Morgen wählen
  • Zauberwald-Steige sind feucht und können rutschig sein
  • Mit der Wimbachklamm gut an einem Tag kombinierbar

Hintergrund & Geschichte

Der Hintersee bei Ramsau im Berchtesgadener Land liegt eingebettet zwischen den schroffen Wänden von Reiteralpe und Hochkalter und gilt als einer der stimmungsvollsten Bergseen Bayerns. Sein grünlich schimmerndes Wasser und der dahinterliegende Wald zogen schon im 19. Jahrhundert eine ganze Schule von Landschaftsmalern an, die hier das wechselnde Licht über Wasser und Fels festhielten, weshalb ein Teil des Ufers bis heute den Namen Malerwinkel trägt. Diese künstlerische Entdeckung machte den See zu einem frühen Sehnsuchtsort der Romantik.

Zwischen See und Bergfuß breitet sich der Zauberwald aus, ein verwunschen wirkendes Waldgebiet, das auf den Trümmern eines uralten Bergsturzes gewachsen ist. Riesige moosbewachsene Felsblöcke, klare Bäche und uralte Bäume erzeugen eine märchenhafte Atmosphäre, die dem Wald seinen Namen gab und die Fantasie der Menschen seit jeher mit Sagen genährt hat. Geologisch erzählt dieses Chaos aus Stein von gewaltigen Felsstürzen, die im Lauf der Jahrtausende vom Hochkalter und der Reiteralpe niedergingen und das Tal mit Trümmern füllten. Das Dorf Ramsau selbst ist mit seiner vielfotografierten Pfarrkirche St. Sebastian vor der Kulisse des Reiteralpe-Massivs zu einem der bekanntesten Postkartenmotive der Alpen geworden. So fügen sich am Hintersee Naturgeschichte, Malerei und Sage zu einem Ort von seltener Eindringlichkeit.

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