Val d’Isère & Tignes
Hochalpines Skigebiet Espace Killy
Val d'Isère und Tignes bilden zusammen das hochalpine Skigebiet Espace Killy, benannt nach dem Skistar Jean-Claude Killy. Dank der Höhenlage und des Gletschers am Grande Motte ist hier auch im Sommer Skifahren möglich. Val d'Isère war Austragungsort olympischer Rennen und gilt als eines der schneesichersten Gebiete der Alpen.
Highlights
- Skigebiet Espace Killy (Val d'Isère + Tignes)
- Gletscherski am Grande Motte auch im Sommer
- Sehr schneesichere Höhenlage
- Sommerwandern in der Tarentaise
Gut zu wissen
| Skigebiet | Espace Killy |
| Gletscher | Grande Motte (Tignes) |
| Namensgeber | Jean-Claude Killy |
| Region | Tarentaise, Savoyen |
Praxis
Anreise: Bahn nach Bourg-Saint-Maurice, weiter mit dem Bus; Auto über die Tarentaise.
Beste Zeit: Ski Dezember bis Mai, Gletscher teils im Sommer; Wandern Juli/August.
Kosten: Skipässe und Unterkünfte gehobenes Niveau (Stand prüfen).
Sicherheit: Hochalpin, Lawinenlage beachten; abseits der Pisten nur mit Ausrüstung.
Tipps:
- Sommer-Gletscherski am Grande Motte vorab auf Betrieb prüfen
- Im Sommer ist die Region ruhig und günstig
Hintergrund & Geschichte
Hoch im Tarentaise-Tal Savoyens, nahe der italienischen Grenze, liegen Val d’Isère und Tignes, zwei der bekanntesten Wintersportorte der französischen Alpen. Lange waren es abgeschiedene Hochgebirgsdörfer, in denen Hirten im Sommer ihr Vieh auf die Almen trieben, während die Winter die Bewohner in tiefer Einsamkeit gefangen hielten. Erst der aufkommende Skisport und der Bau gewaltiger Liftanlagen verwandelten die Region im 20. Jahrhundert in das weitläufige Skigebiet Espace Killy, benannt nach dem aus Val d’Isère stammenden Olympiasieger Jean-Claude Killy.
Direkt hinter den Pisten beginnt eine andere Welt: der Nationalpark Vanoise, der erste Nationalpark Frankreichs, gegründet zum Schutz des damals fast ausgerotteten Alpensteinbocks. Während rund um die Resorts Seilbahnen die Hänge überspannen, durchstreifen im inneren Vanoise Gämsen und Steinböcke eine nahezu unberührte Landschaft aus Blumenwiesen und schroffen Graten. Tignes selbst musste ein schmerzhaftes Opfer der Moderne bringen: Das alte Dorf versank in den 1950er Jahren trotz des Widerstands seiner Bewohner in den Fluten eines Stausees, dessen Wasserkraft seither Strom liefert. Die Region rund um die Tarentaise war einst karges Bauernland, ehe sie binnen weniger Jahrzehnte zu einem der größten Skikarusselle der Welt umgeformt wurde. So treffen hier ungebremster Tourismus und stiller Naturschutz auf engstem Raum unmittelbar aufeinander.
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