Lago di Misurina
Spiegelsee unter den Drei Zinnen
Der Lago di Misurina ist der größte natürliche See der Ampezzaner Dolomiten und liegt auf rund 1.750 m. Sein stilles Wasser spiegelt die umliegenden Gipfel, darunter den Sorapis und die nahen Drei Zinnen, deren Mautstraße hier beginnt. Die besonders reine Höhenluft machte Misurina früh zu einem anerkannten Höhenkurort.
Highlights
- Spiegelung der Dolomitengipfel im stillen See
- Ausgangspunkt der Mautstraße zu den Drei Zinnen
- Höhenkurort mit besonders reiner Luft
- Einfacher Uferrundweg mit Panorama
Gut zu wissen
| Hoehe | rund 1.750 m |
| Besonderheit | größter natürlicher See der Ampezzaner Dolomiten |
| Naehe | Auronzohütte / Drei Zinnen |
| Ort | Misurina |
Praxis
Anreise: Mit dem Auto oder Saisonbus nach Misurina; von hier startet die Mautstraße zu den Drei Zinnen.
Beste Zeit: Juni bis Oktober; früher Morgen für die Spiegelung.
Kosten: See frei; Parken und Mautstraße kostenpflichtig (Stand prüfen).
Sicherheit: Uferweg einfach; Wasser kalt.
Tipps:
- Mit dem Besuch der Drei Zinnen kombinieren
- Windstille am Morgen für die schönste Spiegelung
Hintergrund & Geschichte
Der Lago di Misurina liegt auf rund 1.750 Metern Höhe inmitten der Sextner und Ampezzaner Dolomiten und spiegelt an stillen Morgen die berühmte Felssilhouette der Drei Zinnen wider, jenes Wahrzeichens der Dolomiten, das wenige Kilometer entfernt aufragt. Sein Name lebt in einer alten ladinischen Sage fort, die von einem Mädchen namens Misurina und ihrem Vater, dem König Sorapis, erzählt, der sich aus Liebe in einen Berg verwandelte, während die Tränen um die tote Tochter den See füllten.
Über das touristische Idyll hinaus erlangte Misurina medizinische Bedeutung: Die außergewöhnlich reine, pollen- und allergenarme Höhenluft machte den Ort zu einem anerkannten Heilklima für Kinder mit Atemwegserkrankungen, und am Ufer entstand eine eigene Klinik für junge Asthmakranke, die bis heute besteht. Die umliegenden Gipfel sind aus uraltem Dolomitgestein aufgebaut, einem versteinerten Korallenriff früherer Meere, das der gesamten Gebirgsgruppe ihren Namen gab, benannt nach dem französischen Naturforscher Déodat de Dolomieu. Von Misurina führt zudem eine steile Mautstraße hinauf zur Hütte unterhalb der Drei Zinnen, einem der meistbesuchten Aussichtspunkte der Alpen. So begegnen sich an diesem hochgelegenen See die Mythen der ladinischen Bergbewohner, die Geschichte der Höhenmedizin und das geologische Wunder eines aus dem Meer emporgehobenen Riffs.
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