Piz Bernina
Höchster Gipfel der Ostalpen, 4.049 m
Der Piz Bernina ist mit 4.049 m der höchste Gipfel der Ostalpen und der einzige Viertausender östlich des Monte Rosa. Er liegt in der vergletscherten Berninagruppe an der Grenze zwischen dem Engadin und dem italienischen Veltlin. Berühmt ist der Biancograt, ein eleganter Firngrat, der als eine der schönsten Hochtouren der Alpen gilt.
Highlights
- Höchster Berg der Ostalpen und einziger Viertausender der Region
- Biancograt, der „Himmelsleiter”-Firngrat
- Gletscherwelt um Diavolezza und Morteratsch
- Blick vom Aussichtsberg Diavolezza ohne Besteigung
Gut zu wissen
| Hoehe | 4.049 m |
| Gebirge | Berninagruppe |
| Besonderheit | höchster Gipfel der Ostalpen |
| Klassiker | Biancograt |
Praxis
Anreise: Ausgangspunkte im Oberengadin (Pontresina, Morteratsch, Diavolezza), erreichbar mit der Rhätischen Bahn.
Beste Zeit: Hochtouren Juli bis September; Aussicht ganzjährig von der Diavolezza.
Kosten: Bergbahnen kostenpflichtig (Stand prüfen); Naturzugang frei.
Sicherheit: Die Besteigung ist eine ernste, vergletscherte Hochtour mit Gletscher- und Gratausrüstung, nur mit Erfahrung oder Bergführer.
Tipps:
- Wer den Gipfel nicht besteigt, erlebt die Gletscherwelt eindrücklich von der Diavolezza
- Der Morteratschgletscher ist über einen leichten Themenweg zugänglich
Hintergrund & Geschichte
Der Piz Bernina ist mit 4049 Metern der einzige Viertausender der Ostalpen und der höchste Gipfel Graubündens, hoch aufragend über dem Oberengadin und dem Puschlav. Seinen Namen trägt eine ganze Gebirgsgruppe, die Bernina-Gruppe, deren markanteste Verbindung der berühmte Biancograt ist, ein messerscharfer Firngrat von makelloser Eleganz, der dem Berg unter Alpinisten den Beinamen Himmelsleiter eingetragen hat. Erstmals bestiegen wurde der Gipfel 1850 durch eine Vermessungsexpedition unter dem Ingenieur Johann Coaz.
Geologisch ist der Piz Bernina ein Stück uralter Erdkruste: Der Bernina-Granit entstand vor mehr als 300 Millionen Jahren, lange vor der Auffaltung der Alpen, und gehört zu den sogenannten ostalpinen Decken, die im Zuge der Gebirgsbildung weit über die tieferen Gesteinsstockwerke nach Norden geschoben wurden. Von seinen Flanken ziehen sich mächtige Gletscher herab, darunter der Morteratschgletscher, der größte der Ostalpen. So verbindet der Berg in seinem Gestein die tiefe Vorgeschichte der Alpen mit der lebendigen Welt aus Eis und Fels, die ihn bis heute umgibt.
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